Ist ja irre

Ein Fall in dem sich jemand irrt, nennt sich Irrung. Dennoch ist im Deutschen Irrtum als Bezeichnung für die Irrung wesentlich gebräuchlicher. Bei näherem Betrachten bereitet allerdings der Anhang -tum doch leichtes Kopfzerbrechen. Das Suffix -tum wird meistens mit Personenbezeichnungen zu neuen Nomen kombiniert und fasst Einzelteile zu einem Großen und Ganzen zusammen. Das Herzogtum, das Christentum oder auch das Bürgertum als Zusammenschluss vieler. So bezeichnet also nach der Erklärung des Duden die Wortbildung mit -tum eine Personengruppe, ein Territorium oder einen Zustand. Auf Irrtum angewendet wird jede der Definitionen spannend. Wenn wir uns im Irrtum befinden, ist dann eventuell schon ein Territorium gemeint? Oder gehören wir vielleicht einer Gruppe Irrtum an, weil irren menschlich ist? Besitzt einer der häufig irrt unter Umständen sogar mehrere Irrtümer? Hier führt die Irrung schnell zur Irritation, oder wie es Goethe so treffend bemerkte:

„Es irrt der Mensch, solang er strebt.“

Frohe Ostern!

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