Was für eine nette Überraschung

Da gerade in zwischenmenschlichen Beziehungen ein Höchstmaß an Verstehen und ein Mindestmaß an Konfusion für erträgliches Zusammenleben besonders wichtig sind, hat die fehlerfreie Übermittlung der Information einen hohen Stellenwert. Sprachlich allerdings erfreut sich die Antitphrase oder Gegenbenennung einer steigenden Beliebtheit. „Hast du heute wieder gute Laune!“ ist häufig als Gegenteil zum wirklich Gemeinten zu verstehen und kann bereits den gemeinsamen Tagesbeginn nachhaltig beeinflussen. Die Wünsche für eine zweisame Wochenendgestaltung mit einem „Das kann ja heiter werden!“ zu kommentieren, könnte die Laune des Gegenübers weiter trüben. Beliebt nach einer ausgedehnten Einkaufstour des Partners, ist die Bemerkung „Wir haben´s ja!“ und falls mal etwas schief geht, verhilft der Kommentar „Prima gemacht!“ oft nur zu einseitiger Erheiterung. In der Beliebtheitsskala ganz oben angesiedelt hält sich der Ausspruch „Das ist ja eine schöne Bescherung“ und das berühmte „Sehr witzig!“, wenn es alles andere als zum Lachen ist. Von der so wichtigen sprachlichen Eindeutigkeit haben wir uns dadurch ein gutes Stück entfernt, können uns aber mit einem Ausspruch von George Orwell retten, der da sagte:

„Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen“

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